Faserverbundelemente für den Bionischen Pavillon der BUGA in Heilbronn

Die Bautechnikerklasse FTBH2 hatte die Gelegenheit, am Donnerstag, den 7. Februar an der Produktion von Faserverbundelementen des bionischen Pavillons für die Bundesgartenschau in Heilbronn beizuwohnen. Die Produktionshalle befindet sich in Kernen im Remstal. Die Bundesgartenschau in Heilbronn findet vom 17. April bis zum 6. Oktober 2019 statt.
Über die Architektur, Konzept und anstehenden Montage dieses einmaligen und beeindruckenden Pavillons erfuhren die Schüler/-innen vor Ort alles Wissenswerte von Moritz Dörstellmann von der Firma Fibr (www.fibr.tech). Über das Tragwerk, Material und Konstruktion berichtete ebenfalls vor Ort M. Sc. Valentin Koslowski von der Universität Stuttgart, Institut für Tragkonstruktionen und konstruktives Entwerfen (ITKE). Begleitet wurde die Technikerklasse FTBH2 von Herrn Richter und Herrn Kirtzakis.

 

Informationen zum Bionischen Pavillon
(Quelle: http://www.itke.uni-stuttgart.de/)

Im Vergleich zu technischen Systemen weisen biologische Strukturen in der Regel einen wesentlich höheren Grad an Leistungsfähigkeit und Materialeffizienz auf. Die Übertragung von Leichtbauprinzipien wie der lastgerechten Ausdifferenzierung von Material und Strukturen ermöglicht es in Verbindung mit digitalen Planungs-, Simulations- und Fertigungsverfahren neue Konstruktionsformen für die Architektur zu entwickeln. Die Tragstruktur des Faserpavillons besteht ausschließlich aus Faserverbundkomponenten, deren individuelle Strukturen aus Glasfasern und Kohlestofffasern in einem robotischen Fertigungsprozess hergestellt werden. Dies ermöglicht es, die Geometrie und Faseranordnung jedes einzelnen der 60 Bauteile spezifisch den jeweiligen Anforderungen anzupassen. Dabei entstehen zugleich eine ausgesprochen leistungsfähige Leichtbauweise und eine einzigartige, architektonische Wirkung.